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"Time is money" - oder was Sterbende wirklich bereuen

5 Einsichten, die Ihr Leben verändern können

Bronnie Ware hat Menschen In ihren letzten  Lebenstagen begleitet und  gefragt: "Was bereust du in deinem Leben bereuen?" oder "Was hättest du gerne anders gemacht?"  Darüber schrieb sie ihr Buch: „die 5 Dinge die Menschen am meisten bereuen“, in dem Menschen rückblickend auf dem Sterbebett ihr Leben betrachteten und damit einen Einblick  gewähren, "Was am Ende wirklich zählt".  

 

Wir planen in die Zukunft, hängen in der Vergangenheit, denken an fällige Rechnungen, an Aufgaben und Termine, die Karriere oder den Urlaub, den wir gerne machen würden. Ständig sind wir  getrieben und meist ganz woanders, als im Hier und Jetzt. Wie oft ärgern wir uns über Nichtigkeiten und Dinge, die unsere Hoffnungen nicht erfüllt haben und verstricken uns dabei in Sorgen, Konflikte oder Ängste. 

 

Kein Wunder, wenn Lebensjahre verfliegen und wir uns am Ende fragen: „Wo ist die Zeit hin? Was ist mit dem Leben geschehen, das ich mir erhofft, erwünscht oder erträumt hatte? Wer sich vor solchen Gedanken und Bildern schreckt, verkennt die unumstößliche Wahrheit, der wir alle einmal begegnen werden.

 


Was sind die Dinge, die im Leben wirklich zählen?

Die Krankenschwester Bronnie Ware hat jene Dinge aufgezeichnet, die Sterbende am häufigsten bereuen. Die  australische Krankenschwester, die mehrere Jahre in der Palliativpflege gearbeitet hat, umsorgte Patienten während der letzten 12 Wochen ihres Lebens. Auf ihrem Blog schrieb sie die Antworten dieser Menschen und verfasste schließlich ein Buch darüber "5 Dinge, die Sterbende am häufigsten bereuen".

 

Auffallend dabei ist die Klarheit der Menschen, die sie am Ende ihres Lebens haben und es stellt sich natürlich die Frage: "Was wir aus diesen Weisheiten lernen können?". Immer wieder tauchten dieselben Themen auf, die benannt wurden und die einen Einblick darüber gewähren, welche Gedanken wahrscheinlich uns alle, am Ende unseres Lebens beschäftigen könnten. Doch bevor wir uns diesen 5 Dingen widmen, lesen Sie noch

 


die letzen Worte eines weltberühmten Mannes

Steve Jobs letzte Worte

"In dem Augenblick, wo ich jetzt in einem Krankenbett liege und auf mein ganzes Leben zurückblicke,  verstehe ich, dass all die Anerkennung, all der Ruhm und Reichtum, auf den ich stolz war, erheblich an Wert verlieren (...)

Jetzt weiß ich, dass wir uns komplett andere Fragen im Leben stellen müssen, die mit Reichtum nichts zu tun haben (...)

Denn es gibt etwas, was sich als viel Wichtigeres im Leben erweist: eine Beziehung, Kunst oder Träume aus unserer Kindheit. (Steve Jobs)

 

 


Die 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu      leben.

Wie viele Träume und Wünsche sind unerfüllt geblieben sind, obwohl die Zeit und die Gelegenheiten dafür da waren, aber immer wieder ließen sie sich davon ablenken oder von anderen Menschen - die es mit ihnen gut meinten - abhalten. Es ist nicht immer einfach den eigenen Weg zu finden, doch wie einfach ist es, die Erwartungen anderer zu erfüllen und sein Leben darauf auszurichten? Kommt dabei der Gedanke von Egoismus auf, stellt sich augenblicklich die Frage, auf welcher Seite er zu finden ist.

 

Wir sind weder eine Kopie unserer Vorgeneration, noch die Erfüllungsgehilfen fremder Träume. Bei diesem Punkt geht es um Selbstbestimmung und darum, seine eigenen Lösungen oder Wege im Leben zu finden. Dabei geht es nicht nur um die Richtung, sondern auch um die Art und Weise wie wir mit anderen Menschen (unserer Familie, Freunden, Bekannten oder Geschäftspartnern) umgehen, ob wir rücksichtslos im Ellbogenstil durchs Leben gehen oder ob wir fried- und freudvolle Beziehungen leben.

 

Lass dir dein Leben nicht von anderen diktieren, sondern werde dir klar was du willst, auch wenn es nicht immer der leichteste Weg ist.  Ich will sein, was ich werden wollte. Jeder will das oder?

2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.

Erklärt sich fast von selbst, gerade in der heutigen Zeit und es ist davon auszugehen, dass wohl niemand am Ende seines Lebens sagen wird: "schade, ich wäre gerne noch etwas öfter im Büro oder auf meinem Arbeitsplatz gewesen". Sieht man aber in die westliche Welt, in der alles zwischen sechs oder sieben Uhr morgens aufspringt, sich eilig sein Frühstück reinstopft und in den Alltag rennt. könnte man glauben, es gibt nichts Schöneres als in die Arbeit kommen. Ob das wirklich so ist?

 

Getrieben vom Alltagstrott verpassen wir die vielen Dinge und schönen Momente, die unser Leben lebenswert machen.  Selbst wenn die Arbeit Freude bereitet, gibt es genug anderes, die Partnerschaft, das Großwerden der Kinder, Freunde oder Freizeit, die wir verlieren, nur weil der "Run um's täglich Brot mit dem dazu passenden Aufstrich" so in den Vordergrund gestellt wird. Viele Menschen versäumen das oft vorhandene kleine Glück, während sie vergebens das Große jagen. Denken Sie mal drüber nach und bei Bedarf, (hier) eine kleine Geschichte über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens,

 


3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle zu                  zeigen.

Die Gefühle waren und sind immer noch ein Mysterium für viele Menschen, wie ebenso für die Wissenschaft. Vor allem ihre Unberechenbarkeit erschuf das Bedürfnis, sie zu beherrschen, in den Griff zu bekommen und heute vor allem wichtig, um besonders vor anderen „gut dazustehen“. Wir müssen klug und fit und schick und interessant und erfolgreich und sexy sein. 

 

Das Ergebnis dieser Denkweise ist ernüchternd: Millionen von Menschen schlucken täglich Psychopharmaka, nur um mit ihrem Alltag klarzukommen. Unsicherheiten, Sorgen, Ängste und Depressionen sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Viel davon ist darauf zurückzuführen, weil wir nicht unsere wirklichen, sondern gespielte Gefühle leben (dürfen) und im Leben immer auf der Gewinnerseite stehen sollten, das nährt vor allem das Unglück. 

 

Die Hemmungen davor, unsere wahren Gefühle auszudrücken, sie zu zeigen, werden schon früh in unserer Kindheit angelegt, „benimm dich“, sei still usw. All diese Ermahnungen erleben wir, wenn wir unseren Gefühlen freien Lauf lassen möchten. Wenn es sich dann noch um Gefühle handelt, die als „nicht gesellschaftsfähig“ gelten, dann wird es richtig beklemmend und schwierig, 

 

Wenn wir unsere Gefühle blockieren, vergraben oder unterdrücken wohin soll das führen, außer in die Krankheit. Selbst der Wissenschaft wird heute der Wert und die Wichtigkeit der Gefühle - in Bezug auf die Krankheit oder Gesundheit - immer klarer und deutlicher. (mehr darüber hier >>) Es sind nicht die Gedanken, sondern die Gefühle, die das Leben spürbar und  lebenswert machen. Der 350 Jahre alte Glaubenssatz von Rene Descartes hat längst seine Gültigkeit verloren und heißt heute "ich fühle, also bin ich". 

Das erst zu erkennen, wenn der Vorhang fällt, ist mit Sicherheit nicht sinnvoll. 

 

 


„Das Leben ist kurz, 

weniger wegen der Zeit,

sondern weil uns davon wenig bleibt,

es zu genießen".                                                                                                            (Jean-Jaques Rosseau)


4. Ich wünschte, ich wäre mit Freunden in Kontakt geblieben.

Verpflichtungen, Arbeit oder Familie oder Sorgen und Nöte nehmen so stark Besitz von uns, dass wir den Kontakt zu vielen Menschen, die uns wichtig sind aus den Augen verlieren, verringern, oder ganz abstellen. Beziehung ist einer der wichtigsten Dinge eines glücklichen und gesunden Lebens. Wer das nicht glauben will, sollte sich diese über 75 Jahre andauernde Harvard Studie ansehen, die selbst der Wissenschaft ein völlig neues Bild über die menschliche Biologie brachte. 

 

Fazit: „In allen Bereichen in welchen sich das menschliche Gehirn vom tierischen unterscheidet, wird es allein durch Beziehungserfahrungen mit anderen Menschen strukturiert und geformt. Gehirne kommen streng genommen im Singular gar nicht vor, die Hirnentwicklung lässt sich überhaupt nur als ein Prozess von Beziehung beschreiben. Unser Gehirn ist also ein Produkt sozialer Erfahrungen und als solches für die Gestaltung von sozialen Beziehungen optimiert. Es ist ein Sozialorgan“. (G. Hüther)

 

„Glücklich sind Menschen immer dann, wenn sie Gelegenheit bekommen, ihre beiden Grundbedürfnisse nach Verbundenheit und Nähe einerseits und nach Wachstum, Autonomie und Freiheit andererseits stillen können. Wenn sie also in der Gemeinschaft mit anderen über sich hinauswachsen können. Wer das erlebt ist glücklich“. (G. Hüther)

 

 

5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt glücklicher zu sein

Was wäre wenn Glücklichsein nichts ist was man sich verdienen muss, sondern einfach ein bewusster und kluger Umgang mit sich selbst und seinem Leben. Es erfordert auch nicht unbedingt, dass man dabei keine Probleme haben darf. Falls es Glück nur ohne Probleme geben dürfte, wäre es wahrscheinlich gar nicht möglich. Selten ist bewusst, dass unser Weltbild eine Konstruktion gesellschaftlicher Sichtweisen oder von den Klischees Reichtum, Ruhm und Karriere ist. Materieller Überfluss, Glück als ein exzessives Feuerwerk oder auch als himmlischer Zufall, sind die häufigsten Irrtümer, was ein Glücklichsein betrifft.

 

Dass man Glück nicht kaufen kann ist jedem bekannt, wie auch bewusst und dennoch streben insgeheim viele danach. Kein Reichtum führt zu mehr Glück, in den meisten Fällen sogar ins Gegenteil, das beweisen unzählige Studien, doch die Jagd nach dieser Illusion oder Fata Morgana nimmt kein Ende. Die kritische Grenze liegt bei den weltweiten Umfragen (in westlichen Ländern) bei € 50.000,-/jährlich. Wer damit nicht glücklich und zufrieden sein kann, der schafft‘s mit Mehr noch viel weniger. 

 

Glück ist auch kein exzessives Aufbrüllen oder die demonstrative Zurschaustellung eines gerade erlebten Hochgefühls. Selbstverständlich können „Bungee-Jumping Erlebnisse“ kurzfristige Glückgefühle schaffen, doch verlaufen diese wie ein Strohfeuer und sind in gewisser Art „Glückskicks“, die aus statistischen Beobachtungen, interessanterweise eher von Menschen, sogenannten „Sensation Seeker“ gebraucht werden, deren Glücklevel sonst vergleichsweise ziemlich niedrig ist. 

 

Wir brauchen auch auch nicht den Himmel dazu bemühen, denn mittlerweile ist es gelungen sichtbar zu machen, dass anhaltendes Glück durch eine innere Haltung oder einer bewussten Lebensführung entsteht und zweifellos für jeden von uns „erlern-„ oder erreichbar ist. Dass es sich dabei um positive Beziehungen, Lachen, Humor, die Fähigkeit sich von Alltäglichem zu lösen oder zu entspannen und so, um den Genuss des Augenblicks handelt, ist nicht schwer zu erraten. Glück, und das ist die gute Nachricht, ist kein Gefühl, dass irgendeine Bedingung braucht, außer der, sich selbst nicht, durch äußere oder fremde Vorgaben daran zu hindern, 

 

 


Was werden Ihre letzten Gedanken oder Worte sein?

Könnten solche Bedenken auch Ihre letzten Gedanken sein? Das wär verdammt schade und keinesfalls nötig, denn heute existieren mehr als genügend Erkenntnisse, wie auch praktische Möglichkeiten, dass das nicht passiert. Es ist auch nicht nötig, auf die letzen Momente ihres Lebens zu warten, um zu erkennen, was es für Sie braucht, um mehr Freude und ein gutes Lebensgefühl zu bekommen. Nützen Sie diese kleine Übung von Irvine Yalom, um sich darüber bewusst zu werden, was für Ihr Leben wichtig wäre. Wenn Sie sich wirklich die Zeit nehmen und sich diesen drei Fragen bewusst widmen und sie ehrlich beantworten, können Sie viel Erkenntnis daraus ziehen. 

 

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