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Jeden Tag geht's in die Zukunft! .. aber in welche?

Jeden Tag reisen wir - ob wir schon mal darüber nachgedacht haben oder nicht -  in die Zukunft. Damit wird offensichtlich, dass wir gerade in diese Richtung am meisten beeinflussen oder bewirken können.  Die Vergangenheit lässt sich schwer, bis gar nicht ändern. Obwohl wir uns oftmals eine Veränderung wünschen, haben wir auch immer unsere Zweifel.  Was Vielen vielleicht unbekannt ist, ist die Tatsache, dass es dem Gehirn leicht fällt, alte Erfahrungen loszulassen, wenn wir neue Erkenntnisse bekommen. Anders gesagt, wenn wir ein "update" vornehmen.

 

Wenn eine neue Sichtweise - in Bezug auf unser Leben oder Lebensqualität – von unserem Gehirn als hilfreich und sinnvoll erachtet wird, wird sie nach relativ kurzer Zeit die Oberhand gewinnen. Das alte Denkmuster oder Verhalten geht in Folge, wie von selbst auf ‚stand by‘. Das ist die natürliche Funktion und Lernweise unseres Gehirns. In Wahrheit ist genau das, die außergewöhnliche und besondere Fähigkeit des Menschen 

 

Wir können unserem Gehirn jedoch nichts vormachen. „Positives Denken oder Glaubensformeln“, sprich, uns selbst etwas einzureden, funktioniert nicht, weil das Gehirn nur Änderungen folgt, die sich tatsächlich, auch als wahr und sinnvoll erweisen bzw. anfühlen.

 

Das passiert über die unmittelbare Rückkoppelung mit unserem Körper. Wir können uns 1000mal vorhersagen: "ich bin glücklich" oder "es geht mir gut", wenn es der Körper anders fühlt, hilft das gar nichts. 

 

Das ist eine zusätzlich wichtige Funktion im Gehirn, um zu verhindern, dass wir eine auf eine falsche Fährte gelangen oder einer Illusion nachlaufen. Doch es gibt ein eindeutiges „Signal der Bestätigung“, wenn wir uns auf einem stimmigen oder "richtigen" Weg befinden. Das Belohnungssystem schickt uns dieses Signal und es heißt Dopamin.

 

wir werden innerlich belohnt

Wir werden quasi „von innen her belohnt“ wenn uns etwas Neues gelingt. Jeder kennt das Gefühl, wenn wir spüren, dass sich unser Einsatz gelohnt hat. Natürlich kennen wir auch das Gegenteil. Damit wir uns für eine (lohnende) Sache motivieren, erhalten wir Dopamin vom Hippocampus, einem Seepferdchen ähnlichen Teil des Gehirns.

 

Dopamin erzeugt eine Erfolg signalisierende Wirkung und steigert unsere Neugier, Begeisterung und Lernfreude. Es ist schon länger bekannt, dass es gerade bei unserer Entwicklung, von Kindesbeinen an, wie auch bei jeder Entwicklung von Fähigkeiten eine große Rolle spielt. 

 

Die Logik des Belohnungssystems ist einfach: es ist das befriedigende Gefühl (der Belohnung) durch die Entscheidung unseres Einsatz für einen erhofften Erfolg. Der konkrete Abschluss des Vorhabens ist dabei gar nicht so wichtig, als der sichtbare Fortschritt in eine – für uns - förderliche Richtung. 

 

 

Neugier und Interesse - lauter kleine Feuerwerke

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Botenstoffe, die im Zustand von Neugier aktiviert werden. Die bekanntesten sind Dopamin und Serotonin (Wohlfühlhormon) aber auch Endorphine (erzeugt natürlichen Flow) gehören dazu. Auf diese Weise werden jene Wege und Netzwerke ausgebaut und verstärkt, um das, was uns ‚am Herzen‘ liegt, zustande zu bringen. Für nichts lassen sich Menschen, schon als kleine Kinder, mehr begeistern als für das, was wir Glücksgefühle nennen. 

 


„Glücklich sind Menschen immer dann, wenn

 sie Gelegenheit bekommen, ihre beiden   Grundbedürfnisse nach Verbundenheit und

 Nähe einerseits und nach Wachstum, Autonomie und Freiheit stillen können. Wenn sie in einer Gemeinschaft mit anderen über sich hinauswachsen können“.  

                                                                         (Gerald Hüther)



Unser Gehirn hat Freude daran, mit anderen gemeinsam im Informations- und Beziehungs-Fluss zu bleiben, zu spielen, zu spiegeln und neu zu probieren. Die Energien unserer Gedanken werden dadurch aus den einengenden oder einschränkenden Bahnen befreit und können frei und ungehindert fließen.

 

Diese Erfahrung erzeugt ein inneres Glücksgefühl. Denn unser Hirn reagiert lustvoll auf spielerische und kollektive Lernprozesse, in die wir uns ständig, fragend, interagierend, neu probierend und forschend einbringen können. Das gilt für alle Menschen. Ob jung oder erwachsen.


"Im Zustand der Begeisterung geschieht etwas, was im Routinebetrieb des Gehirns nicht passiert. Wenn sich ein Mensch für etwas begeistert, kommt in seinem Gehirn die Gießkanne mit dem Dünger in Gang".

                                                                         (Gerald Hüther)


Es ist doch bemerkenswert, dass was bei uns Menschen genau das, was unser Leben faszinierend oder aufregend macht, für uns ebenso förderlich ist. 

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