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Was dir gut tut, macht dich stark

Immunkräfte, Resilienz und innere Stärke

Im Leben zurechtzukommen, bedeutet auch, sich von schlechten Ereignissen zu lösen, über seine Holzwege schmunzeln zu können oder sich von Verurteilungen zu befreien, die man selbst über sich verhängt hat. Andernfalls durchzieht allmählich der „Ernst des Lebens“ den Alltag, sorgt für ein Dauertief und verwandelt das Leben in ein erdrückendes Grau. Wenn man sich aber Gutes tun kann und Verständnis für sich findet, verschwinden die Wolken und es erscheint erneut ein Lächeln im Gesicht. 

 

Resilienz bedeutet „zurückspringen oder abprallen“ kommt aus dem Latein und aus der Physik. Anfänglich wurde dieser Begriff für Materialien verwenden, welche die Fähigkeit besitzen, nach einer Belastung wieder in ihre ursprüngliche Form zurückzukehren. Auf den Menschen übertragen bedeutet Resilienz, dass ein Mensch – selbst nach schweren Krisen oder Konflikten – wieder in sein „seelisches Gleichgewicht“ oder ein natürliches, gesundes Lebensgefühl (zurück-)finden kann. 

 

 

Die ersten Erkenntnisse hat Aaron Atonovsky in den 70er Jahren bei Studien mit Frauen gemacht, welche die Nazi-Konzentrationslager überlebten. Ihm fiel auf, dass 30% dieser Frauen trotz der extremen Belastungen, sich in einem guten mentalen Zustand befanden. Er stellte sich die Frage, wie ist es möglich, unter solch schwierigen Bedingungen gesund zu bleiben, Atonovsky entwickelte daraus sein Konzept der Salutogenese, was als erstes „Gesundheitsförderungskonzept“ bezeichnet werden kann.

 

Fast zur gleichen Zeit (1955) startete Emmy E. Werner, eine Kinderpsychologin, mit 700 Kindern auf der Insel Kauai/Hawaii ein Langzeitprojekt. Ein Großteil der Kinder (210 von 700) mussten unter schwersten Bedingungen aufwachsen. Sie waren sehr arm, kamen aus Scheidungsfamilien und wurden vernachlässigt oder misshandelt. E. Werner konzentrierte sich auf diese Kinder und hier zeigte sich ebenfalls, dass rund ein Drittel der Kinder ihr Leben erstaunlich positiv – ohne rechtliche oder soziale Konflikte – aufbauen konnte. 

 

 

Resilienz ist somit die Fähigkeit, mit Krisen oder anderen belastenden Lebensumständen fertig zu werden und diese ohne (gravierende oder bleibende) Folgeschäden zu meistern. 

Sinnbild dafür ist das „Stehaufmännchen“, weil es von sich aus immer wieder in seine natürliche Ursprungslage zurückkehrt oder anders ausgedrückt in sein (seelisches) Gleichgewicht (zurück) findet“.

 

Heute gibt es verschiedene wissenschaftliche Bereiche, die Resilienzforschung betreiben. Die Studien sind äußerst spannend und zeigen, wie Körper, Geist und Psyche ineinander wirken und dass wir über mehrere Möglichkeiten verfügen, unsere Immunkräfte zu fördern. Resilienz ist nicht nur die erfolgreiche Abwehr äußerer Bedrohungen, sondern vielmehr die Fähigkeit zur Regeneration und Rückkehr zu einer gesunden – körperlichen, geistigen und seelischen – Verfassung. 

 

Belastende Ereignisse des Lebens (Stress, Notlagen, Krisen oder Krankheiten) beeinflussen jeden Menschen, doch die Frage ist, wie weit sich ein Mensch davon „prägen oder formen lässt“ oder ob er Wege findet, sich davor zu schützen. Mittlerweile sind eine Reihe von Einflussfaktoren bekannt, welche die Resilienz fördern. Es sind Eigenschaften, die wir als vorrangiges Ziel unserer Vereinsarbeit sehen und gezielt auf diesen Seiten oder unseren Büchern informieren.




Nur selten findet man in einer krisenhaften Situation eine konstruktive Lösung. Mit dem Abschied vom Vergangenem, einem sich lösen und den Blick in eine andere Richtung wenden, die Zukunft heißt, wird es möglich, sich von den Ketten der Vergangenheit zu befreien. 



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