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Mach's Dir selbst nicht so schwer

... grübel nicht, es bringt nichts Gutes

Verlieren Sie sich öfters in belastenden Denkschleifen oder Grübeleien? Kreist Ihr Denken um bestimmte Fragen wie: „hätte ich doch“ und „wäre ich nur“ … aber nur selten finden sie dabei eine Antwort oder Lösung? Grübeln – das ist heute erwiesen – erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Depression. Beenden Sie dieses Spiel und steigen Sie aus dem „Karussell der Selbstzweifel“ aus.

 

Wie wir unbemerkt ins Grübeln kommen

Wie entsteht Grübeln? Das ist einfach erklärt. Wir erleben eine (unklare oder ungewisse) Situation und unser Gehirn geht in den Suchmodus, um nach ähnlichen Situationen in der Vergangenheit zu suchen.  Ähnlich einer "Suchmaschine" überprüft unser Gehirn aber nicht nur die Haupttreffer (1–15), sondern alle, in uns abgespeicherten Daten und Ergebnisse, um daraus mögliche Prognosen oder Schlüsse zu ziehen.  Solche Gedankenspiele kosten Kraft und Energie.

 

Obwohl wir gerne loslassen würden, weil wir spüren, dass es uns blockiert und lähmt, tarnen sich diese (unbewussten) Denkprozesse geschickt zwischen den ganz normalen Alltagsgedanken. Konflikte im Kopf durchzuspielen ist etwas ganz Normales und ein natürlicher menschlicher Prozess, wenn er gezielt und genau in dieser Absicht geschieht. Doch wenn daraus ein unmerklicher Prozess wird, der zu keinen klaren und deutlichen Ergebnissen führt, dann besteht der Verdacht, dass man sich in der "Grübelfalle" sitzt. 

 


Wo kommt das Grübeln her?

Warum es so leicht und unbemerkt passiert, liegt in den Anfängen des kindlichen Denkens. Mit warum? warum? beginnen Kinder ab dem 2. Lebensjahr ihre Umwelt zu ergründen. Dann, in den späteren Jahren, folgt die jugendliche Fantasie und das „was wäre wenn“ Spiel. Dabei stellen sich Jugendliche Situationen oder Szenen vor und durchleben diese in einer Art Simulation. Von der Schulhofverliebtheit bis hin zum Rockstarm aber auch Prüfungen und Schulabschlüsse werden dabei geistig durchgespielt. Und so kreisen alle möglichen Vorstellungen durch unsere  Köpfe und beleuchten Situationen aus den verschiedensten Blickwinkeln.

 

vertraut oder gefährlich ?

„Denkspiele“ sind uns also vertraut. Ein älterer, eher positiv besetzter Begriff ist "nachsinnen", wir fühlen uns darin vertraut und sicher. Es geht vor allem darum, eine Situation, die Bedeutung eines Gefühls zu erforschen. Ein "es-verstehen-wollen", um unser eigenes Verhalten abstimmen zu können. 

 

Nachdem wir im Laufe der Entwicklung aber auch negative Erfahrungen gemacht haben, "mischen" sich diese gleichfalls in die Vorstellung. Unser Gehirn richtet dabei die  Aufmerksamkeit vorrangig auf  "ungünstige oder gefährliche Anzeichen", damit wir in Zukunft, solche Erlebnisse vermeiden können. Da wir aber das Kommende nicht wirklich vorhersehen können, erhöht sich die Ungewissheit, die uns dann immer fester in den Griff bekommt. Die Folge: wir werden unsicher, zweifelnd und meist auch passiv.

 

Wenn wir diesen Denkkreislauf nicht bewusst unterbrechen, graben und grübeln wir s immer tiefer in unser herum, um irgendwo etwas zu finden, woran wir uns orientieren können. Je länger wir in diesem Zustand bleiben, desto größer werden die Selbstzweifel, wie auch die Verunsicherung. 

 


die Verstärkung der Unsicherheit

Wir sammeln mehr und mehr „Beweise“, welche die negative Sicht folglich  verstärken, Dann tauchen Gedanken auf wie: „Weshalb passiert das ausgerechnet mir?“ ... „Warum gerade ich?“ ... „Was wäre  wenn?“, die an alte Probleme oder Verletzungen erinnern, das kann ein Mangel an Wertschätzung, Anerkennung oder ähnliches sein.  Gefühle von Traurigkeit, Wut,  Kraftlosigkeit, Unzulänglichkeit oder Hilflosigkeit kommen hoch und verdunkeln mehr und mehr unsere Stimmung. Die Aussichtslosigkeit wird zu einem Sammelsurium an negativen Gefühlen. 

 

Grübeln stoppen

Schon als Kinder nützen wir den Lichtschalter, um uns nicht in unangenehmen Zuständen zu verlieren. Das Licht steht stellvertretend für die "erhellenden Fähigkeiten" in uns, die Freude und andere positive Gefühle, weil wir darüber am leichtesten zu Erkenntnissen und Lösungen finden, vor allem aber unsere Kräfte wiederfinden und zurück gewinnen. 

 

Wenn wir diesen Mechanismus einmal verstanden haben, lernen wir schnell aus den Negativschleifen auszusteigen und sie  zu beenden. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Erkenntnis, dass wir uns "beim Grübeln" mit alten Erfahrungen und der Vergangenheit beschäftigen und dadurch die Aufmerksamkeit und Offenheit für die gegenwärtige Realität, sowie das künftig Mögliche verlieren.

 

Das Wichtigste ist, dass wir lernen, die „richtigen Schalter“ zu bewegen, denn dann können wir dem Prozess leicht entkommen und drehen das Rad wieder in eine positive Richtung. Wir erhalten dadurch nicht nur unsere Freiheit, sondern auch mehrt Selbstvertrauen, mehr Leichtigkeit und mehr Lebensfreude zurück. 

 



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